Direkt neben dem Heimatmuseum
Obernfeld befindet sich das Gebäude des historischen Obernfelder
Dorfkruges. Der
Krug ist seit 1929 Eigentum der Gemeinde. Daher auch der frühere
Name Dorfkrug. 1971
konnte das Haus, in dem sich der Dorfkrug befindet, aus einem über
3000 Jahre alte Geschichte zurückblicken.
1671 wurde der Krug von Einwohnern unter der Leitung von Claus Müller
auf dem alten Thieplatz des Dorfes errichtet. Die dicken Eichenbalken
und Ständer wurden reich verziert. Besonders schön ist der Schmuck an
den Ecksäulen des Ober- und Untergeschosses. Über der Eingangstür lautet
die Inschrift:
Pax intrantibus, salus exeontibu anno 1671 (Friede dem Eintretenden -
Heil dem Hinausgehenden).
Der
Krug war die Gerichtsstätte des Dorfes. In ihm wurden viermal
im Jahr, bis zum Jahre 1802, die Gerichtssitzungen abgehalten.
Eines guten Rufes erfreute sich der Krug bei Reisenden und Fuhrleuten,
denn er lag während der eisenbahnlosen Zeit an der Heer- und
Handelsstrasse, die bis zur Nordsee führte.
1809
wurde in einem Zimmer des oberen Stockwerkes ein Kamin eingebaut,
1842 ein Tanzsaal im 1. Stock eingerichtet. 1992 wurde der Krug
von der Gemeinde renoviert und umgebaut. Hinzu kam ein Saal,
der ca. 200 Personen Platz bietet. Der alte Tanzsaal im Obergeschoss
wich den neu errichteten Hotelzimmern.
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